3. Etappe von Scharnitz nach Jachenau, Dauer 8h 50m
Auch am dritten Tag behielten wir unseren Ablauf bei. 08:00 Uhr gemeinsames Frühstück und um 09:00 Uhr wurden die Fahrräder gesattelt und gestartet. Thomas war mit der Probefahrt mit seinem Miet-Bike nicht uneingeschränkt zufrieden. Die Ergonomie passte nicht und so entschied er sich dazu, Uwe beim Support zu unterstützen und gemeinsam mit Uwe eigene, durchaus anspruchsvolle, Touren mit bis zu 18% Steigung zu fahren. So machten wir uns wieder zu dritt auf unsere dritte Etappe. Der angeblichen Königsetappe der Königsroute. Von Scharnitz im Isartal führte uns unser Weg durch das wunderschöne Karwendeltal, entlang des Karwendelbaches 20km bergauf. Ziel war das Karwendelhaus in 1800m Höhe oberhalb des Hochalmsattels in luftiger Umgebung und mit traumhaftem Ausblick auf das Karwendel. Dort bei strahlendem Sonnenschein angekommen, genossen wir Ausblick, Radler und kleine Mahlzeiten. Wer nun glaubte, es steht eine herrliche rasante Abfahrt auf dem Programm, der irrte. Eher ein nicht ganz einfacher Downhill in den kleinen Ahornboden war angesagt. Vom Tempo kaum schneller als hoch, da sehr felsig. Der Ahornboden, absolutes Postkartenpanorama, erhielt seinen Namen von den geschützten bis zu 600 Jahre alten Ahornbäumen. Auf kleineren leichteren Trails ging es über das Johannestal entlang des Johannesbaches in das Rißtal hinein. Hier war dann mal kurz der Weg weggebrochen und das Bike musste geschultert werden, aber wo ein Wille da auch ein Bikeweg. Trotz kleinerer Hürden führte die Route über Hinterriß und Vorderriß wieder hinab zur Isar. Kleine Stärkung in der Oswaldhütte, bevor es noch einmal steil von 850m auf 1250m bergauf ging, um dann mit herrlichen Ausblicken auf den Walchensee dorthin abzufahren. Am herrlichen Walchensee angelangt, hatten wir es fast geschafft. Ein ca. 15 Kilometer langes, idyllisches Wald- und Wiesental entlang der Jachen, führte uns gemütlich nach Jachen ins Hotel am Sonnental. Eine herrliche Etappe, die meines Erachtens den Namen Königsetappe durchaus berechtigt trägt. Hier war wirklich alles drin was ein Bikerherz so braucht, lange Anstiege, Trials, Trail-Abfahrten, schnelle Abfahrten, Ausblicke und Einkehrmöglichkeiten, wahrlich königlich. Den Abend ließen wir im Jachener Schützenhaus bei Schnitzel verschiedenster Art, gutem Bier, Willi und Enzian sehr gemütlich ausklingen, passend zur Königsetappe königlich eben.