Schwarzwaldverein Ortsgruppe Hohenwart e.V.
 

4. Etappe von Jachenau nach Kreuth, Dauer 6h 55m

Heute stand die leichteste Etappe der Tour auf dem Programm. Ablauf wie immer 08:00 Uhr Frühstück, 09:00 Uhr Abfahrt. Nach der gestrigen Königs-Etappe mit ordentlich Höhenmetern geht es heute etwas gemäßigter zur Sache zumindest zu Beginn. Wir starteten In der lieblichen und weitläufigen Jachenau entlang dem gleichnamigen Fluss in Richtung Lengries. 20 km stetig leicht bergab konnte man es locker angehen und rollen lassen. Aber klar, wir waren auf einem Alpen-Cross und so kam was kommen musste, ein knackiger Anstieg entlang des Hirschbaches hinauf zum Hirschtalsattel. 20% Steigung und mehr waren angesagt. Zur Belohnung war ein Downhill auf einem Trail durch den Stinkergraben versprochen. Nun der Downhill war extrem schwer befahrbar, extrem nass, rutschig und schlammig. Zudem hatte er seinen Namen Stinkergraben zurecht, da der Bach stark schwefelhaltig roch, wie früher die Stinkbomben in der Schule. Unsere Fahrräder waren kaum noch als solche zu erkennen und mussten im nächsten Bach erst einmal generalgereinigt werden. Wenn man unter einer Belohnung ein Abenteuer versteht, dann war es eine und zwar für alle Sinne. Nach dieser olfaktorischen Erfahrung ging es durch ein schönes Tal zur Schwarzentenn-Alm, wo Thomas und Uwe schon auf uns warteten. Die letzten 10 km nach Kreuth waren wir dann in Vollbesetzung. Vorbei an weiteren Almen ging es mit kleinem Abstecher an Wildbad Kreuth vorbei, welches durch die Klausurtagungen der CSU bekannt ist, nach Kreuth, unserem heutigen Etappenziel. Übernachtet wurde im Gasthof zur Post. Nach 4 Tagen bürgerlichen Speisen hatten alle Lust auf Pizza. Jürgen bot sich an, sich zu kümmern und einen Tisch zu reservieren. Er fand einen nahegelegenen „fußläufig“ erreichbaren „Italiener“ im 2,3km entfernten Nachbarort. Warum nicht nach ein bisschen Radfahren ein kleiner Fußmarsch von insgesamt 4,6 km (ca. 1h). Was man nicht alles macht für eine leckere Pizza. Zudem sind wir ja auch ein Schwarzwaldverein. Dort angekommen lagen Stoffservietten auf dem Tisch und es roch so überhaupt nicht nach Pizza, optisch leicht underdressed nahmen wir dennoch selbstbewusst unsere reservierten Plätze ein. Beim Blick in die gereichte Karte fehlte die Seite mit den Pizzen, dafür 3 Gänge Menü und edle Fisch- und Pastagerichte. Die Pizzeria entpuppte sich eher als Edel-Italiener und so wurde mit Gemeinschaftsbeschluss kurzerhand die Pizza weiter vertagt.

5. Etappe von Kreuth nach Flintsbach